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Herz im Kopf die Amika Methode   
 
Lesezeichen [ Info # QR-Code # Publikationen ]Do 23 Nov 2017 10:00:39


 Redewendungen
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Mucksmäuschenstill sein

Die Maus ist ein kleines Nagetier, das bei einem Gewicht von rund 30 Gramm durchaus eine Rumpflänge zwischen vier und zwölf Zentimeter erreichen kann mit ebenso langem Schwanz. Leider hat sie ein kleines Problem, das sind ihre Feinde, die Tag und Nacht auf der Jagd nach ihr sind. Dazu zählen tagsüber Mäusebussard und Turmfalke, nachts droht Gefahr von Uhu, Waldohreule, Schleiereule, Wald- und Steinkauz. Vom Boden drohen Storch und Graureiher und Fuchs bis Marder, Kreuzotter und der Mensch. Als ob das nicht genug wäre, wühlen sich auch noch die Wildschweine mühelos bis zu jedem Mäusenest durch. Wer als Maus überleben möchte, muss also in der Tat ziemlich pfiffig sein. Darum hat sich die Maus ein unscheinbares Fell zugelegt, das im Grau und Braun ihres Lebensraumes kaum auffällt. Vor ihren Feinden verbirgt sich die Maus in unterirdischen Gängen und kommt sie ans Tageslicht, nutzt sie jede Deckung. Denn für diese Nager gilt stets höchste Alarmstufe, wenn sie überleben möchten.

Das ist also völlig klar. Für eine süße kleine Maus ist es überlebenswichtig, nicht aufzufallen, sich stets ihrer Umgebung anzupassen und somit möglichst unsichtbar zu machen. Aber was bedeutet Mucks-Mäuschen? - Unter Mucks versteht man einen leisen, kaum vernehmbaren Laut und der Begriff wird nahezu ausnahmslos negativ verwendet: - "Nicht den kleinsten Mucks von sich geben." -"Keinen Mucks machen." - "Er hat den ganzen Abend nicht Mucks gesagt." - Dabei schließt Mucks die Bewegung ein. "Mucksmäuschenstill sein" bedeutet also, keinen Laut von sich geben und auf überflüssige Bewegungen verzichten. - Ganz so wie bei der Maus, als ginge es ums Überleben. Insofern bekommen Beispiele einen Sinn: - "Es kann im Unterricht nicht ständig mucksmäuschenstill sein. Kommunikation verlangt, dass man miteinander spricht." - "Alle müssen mucksmäuschenstill sein, kein Ton darf während der Dreharbeiten fallen." - "Wer erzählt ein Märchen, das uns mucksmäuschenstill werden lässt, weil es so spannend ist, dass uns der Atem stockt?" - "Nun müssen wir mucksmäuschenstill sein, denn der Flaschengeist bleibt völlig unsichtbar und kann von uns nur gehört werden. Also Ohren gespitzt!" - "Alles sollte mucksmäuschenstill sein, wie in einem leeren Beichtstuhl oder wie der Augenblick im Gehirn zwischen Denken und Sprechen."

* Autor: Dr. Franz-Josef Hücker; -- Quelle: das Akazienblatt Nr. 08.2010, S. 11.


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